Heimat [Italien]

Pubblico con grande piacere l’intervento di Hans Heiss letto in occasione del piccolo convegno organizzato dall’associazione heimat brixen bressanone persenon in occasione del 17 marzo.

[Heimat ITALIEN] Sieben Thesen zur Einheit Italiens und zur Rolle Südtirols

Vortrag für heimat brixen bressanone persenon, Brixen, Cusanus-Akademie, 17. 3. 2011

1. Die äußere Einigung Italiens war 1861 ein politisches Wunder, das bis heute Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient.

Das Wunder der Einigung Italiens vollzog sich auf der Grundlage einer von oben gesteuerten, kühl überlegten Realpolitik, sie war aber auch das Ergebnis einer republikanisch motivierten Basisbewegung von unten, getragen von Männern des Mittelstandes, auch von Arbeitern, verkörpert durch die Leitfigur von Giuseppe Garibaldi. Dieses bemerkenswerte Zusammenspiel einer Einigung „von oben“ und „von unten“ zugleich unterscheidet den italienischen Einigungsprozess von Deutschland, wo das deutsche Kaiserreich 1870 aus der Machtpolitik von Preußen und seines Ministerpräsidenten Bismarck entstand. Neben dieser Doppelenergie wurde die Einigung ideell begründet von Vordenkern wie Cattaneo, Gioberti, vor allem aber von Giuseppe Mazzini, der die Einheit seit 1830 voraus gedacht hatte, und dem neu gegründeten Königreich die Vision einer Republik ins Stammbuch schrieb, einer Republik, die sich freilich erst 1946 konstituierte.

Cavour, der Staatsgründer „von oben“ sah sich aber getrieben von einer Basisbewegung, für deren politische Gestaltungskraft Giuseppe Garibaldi einsteht. Der Mann von Caprera setzte im Frühjahr 1860 den anlaufenden, aber vorerst erst auf Nord- und Mittelitalien beschränkten Einigungsprozess unter Druck und vollführte mit seiner „Impresa dei Mille“ den Ausgriff in den bourbonischen Süden. Seine Landung auf Sizilien im Mai 1860 und seine erfolgreiche Kampagne im Königreich Beider Sizilien nötigte die Regierung von Piemont-Sardinien dazu, den Einigungsprozess auf die gesamte Halbinsel auszuweiten und sich nicht mit einer halbierten Unifizierung zu begnügen – Garibaldi zwang die Dynastie und Cavour zu ihrem Glück. Im März 1861 erlangte somit ganz Italien, mit Ausnahme des Veneto und des Kirchenstaates, eine neue Staatlichkeit, die noch wenige Jahre zuvor kaum jemand für möglich gehalten hatte.

Cavour, Garibaldi und Mazzini stehen für drei Staatsentwürfe, die für einen historischen Moment zusammenfanden, die aber auch bleibende Widersprüche verkörperten. Italien war zugleich ein europäisches Phänomen, ein Treibsatz der Einigung des Kontinents.

2. Die italienische Einigung war zwar erfolgreich, aber hybrid und zwiespältig, denn sie litt von Beginn an unter Widersprüchen, die tiefer ausgeprägt sind als in allen anderen Nationalstaaten Westeuropas.

Die italienische Einigung war ein Wunder an Schnelligkeit, aber auch ein Mirakel der Widersprüche, ich beschränke mich auf vier:

  • Der politische Nord-Süd-Gegensatz war so ausgeprägt, dass nach 1861 im Süden jahrelang faktisch Bürgerkrieg herrschte, mit annähernd 100.000 Toten. Der Nord-Süd-Gegensatz blieb in Italien präsent und milderte sich erst um 1900 in der Ära Giolitti, durch gezielte Wirtschaftsförderung und das Ventil der Massenauswanderung aus dem Mezzogiorno – vorläufig, nicht auf Dauer.
  • Der wirtschaftliche Graben zwischen Armutsregionen und Zonen der Prosperität war tiefer als in den meisten Ländern Westeuropas, mit Ausnahme von Irland. Dieser Graben musste mühsam geschlossen werden, auch das gelang erst in den Jahren nach 1900, wiewohl in unvollkommener Weise.
  • Die kulturellen Differenzen waren markant, die Sprache Dantes war nur einer schmalen Oberschicht geläufig, erst ca. zehn von hundert Italienern sprachen italienisch, im übrigen zerfiel das Medium der Sprache in rund 60 Idiome, die auch für die Nachbarregionen kaum verständlich waren.
  • Die politische Partizipation und demokratische Legitimation waren schwach: In dem geeinten Staat besaßen bis um 1900 nur 2% der Bevölkerung das aktive Wahlrecht, dies war der niedrigste Wert Europas. Die Katholiken hielten sich vom Staat bis um 1910 gänzlich fern, er war verfemt als „Räuberstaat“, der 1870 den Vatikan besetzt und den Hl. Vater in die Ohnmacht getrieben hatte.

Nur vier Ausschnitte aus einer tiefen Spaltung, die Italien seit seiner Gründung durchzieht: Italien war seit seiner Gründung eine zerklüftete Nation, die in ihrer begrenzten Territorium alle Widersprüche Europas einschloss, wie der politische Kommentator Timothy Garton Ash letztlich hervorgehoben hat.

3. Mehr als alle anderen Staaten Europas war und ist Italien eine Kulturnation, zusammen gehalten durch das Bewusstsein, die Erinnerung und die Emotion, eine kulturelle Wiege Europas darzustellen.

Die Einigung Italiens wäre nicht denkbar gewesen ohne den Rückgriff auf den Reichtum einer Geschichte und Kultur, die in Europas ohnegleichen ist. Ohne die motivierende Erinnerung an das antike Rom, an die römische Republik, an die Weltgeltung des Imperium Romanum wäre die Einigung von 1861 nicht denkbar gewesen. Ohne den ermutigenden Rekurs auf die zivilisatorischen Leistungen Italiens, auf das Latein, auf das römische Recht und seine Rationalität, ohne Rückblick auf die Renaissance mit ihrer Wiedergeburt des Individuums hätten die Gründerväter der Nation nie ihren Mut gefunden und das Herz gefasst, die Einigung zu wagen. Ohne das Vorbild der republikanischen Stadtgemeinden seit dem Mittelalter wäre die Einigung nicht gewagt worden. Und ohne das Bewusstsein, dass Italien Mittelpunkt der weltweit größten Lebensmacht bis ins frühe 20.Jahrundert war, der römisch-katholische Kirche, wäre der Anspruch, sich zur Nation zu bilden, sehr viel schwächer ausgefallen.

Italien ist bis heute eine vor allem eine Kulturnation: Ihre Bindekräfte sind der Stolz auf ihre zivilisatorischen Leistungen, auf die Kraft ihrer Musik, ihre Kunstschätze und Landschaftsbilder, auf den italian style in Mode, Design und Sport. Dieses kulturelle Erbe ist heute freilich geschwächt und gefährdet: So müsste das Kulturministerium eines der stärksten Ressorts sein, faktisch aber ist es ein politisches Austragsstüberl und der Tummelplatz finanzieller Kürzungen, die aber an die Substanz und Identität Italiens gehen.

4. Die fehlende innere Einheit Italiens hat immer wieder gefährliche Versuchungen geweckt und ihnen zum Erfolg verholfen: Die Widersprüche Italiens seit 1861 sind auch ein Grund für die Entstehung von fünf Plagen, der bad sisters: Des  Nationalismus, des Kolonialismus, des Faschismus, des Zentralismus und des Populismus.

Vor 100 Jahren kippte der Risorgimento-Nationalismus, die Vorstellung von einer friedlichen Einigung der Nationen in den aggressiven Nationalismus: 1911/12 fand der Ausgriff auf die Cyrenaika, das spätere Lybien statt, als Ausgangspunkt einer verheerenden Kolonialpolitik, deren vernichtende Folgen aus der Öffentlichkeit weit gehend abgedrängt sind. Der nationale Rausch, der um 1910 wie andere europäische Nationen auch Italien voll erfasste, verriet die Ideale des Risorgimento und wurde zum Wegbereiter des Intervento, des Kriegseintritts 1915. Der Erste Weltkrieg einte nicht die Nation Italien, sondern vertiefte ihre Widersprüche. Der Ultranationalismus, die Aggressivität und die Spaltung der politischen Lager zwischen 1919-1922 standen an der Wiege des italienischen Faschismus. Wer von der Nation Italien und ihren Folgen sprechen will, darf vom Faschismus nicht schweigen. Die Schwäche des italienischen Nationalstaates setzte sich nach 1945 fort in einem Zentralismus, der vor allem ab 1955 bis 1963 halbautoritäre und vordemokratische Zustände hervor brachte. Längst nicht nur Südtirol litt unter diesem autoritären Zentralismus, der sich vor allem gegen die Linke, gegen Gewerkschaften und Arbeiter richtete. Und der Populismus Berlusconis war die Antwort auf die Staatskrise ab 1992, die politisch zwar erfolgreiche, aber für die Entwicklung Italiens keinesfalls positive Antwort auf die Krise des Parteiensystems und das neuerliche Auseinanderdriften des Nationalstaates. Ein Gedenken, das die Nachtseiten der Nation ausblendet, bleibt halbiert und schwach.

5. Die Feier der Einheit Italiens müsste der Ausgangspunkt sein für eine nationale Anstrengung, die inneren Widersprüche durch einen neuen Kraftakt zu überwinden, sie erfolgt jedoch unter denkbar schlechten Vorzeichen.

Staatspräsident Napolitano und die Promotoren der italienischen Einigungsfeiern wünschen das 150-Jahr-Jubiläum als Startpunkt einer erneuerten politischen Kultur, eines sozialen Neuaufbruchs und eines wirtschaftlichen Neuaufschwungs, getragen vom Impuls einer moralischen Erneuerung der Nation. Die Zeichen dafür, dass diese hehren Ziele gelingen können und ein Risorgimento des 21. Jahrhunderts Platz greift, stehen allerdings denkbar schlecht. Die politischen Lager sind unversöhnlich gespalten, die Handlungsfähigkeit der Regierung gelähmt, der Parlamentarismus verwildert. Die soziale Perspektive Italiens ist durch Überalterung, Verarmung und durch die grassierende Jugendarbeitslosigkeit verfinstert, die Nord-Süd-Differenzen haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Stagnation der Wirtschaft und die Überalterung der Infrastrukturen liegen auf der Hand, trotz aller Dynamik und Reaktionsfähigkeit vieler Unternehmen. Die Rückbesinnung auf den großen Moment der Einheitsgründung ist daher löblich und ehrenwert, sie wird sich jedoch ohne einen gigantischen Neuaufbruch an Bürgersinn und civic culture nicht zum zündenden Funken auswachsen. Nach den Feiern werden Konflikte neu aufflammen, die Unregierbarkeit wachsen und Italien weiterhin seinen Abstand zu Europa vergrößern. Es gibt nur wenige Indikatoren, die gegen diese banale These sprechen.

6. Wenn Südtirol und seine deutsch- und ladinisch sprachige Bevölkerung nicht mitfeiern, so steht dahinter nicht nur böse Absicht, sondern eine tiefere Erfahrungsdimension, die erkannt und gewürdigt werden sollte.

Südtirol ist gegen den Willen seiner Bevölkerung an das Königreich Italien gekommen. Dies ist ein ebenso einfaches wie unverrückbares Faktum. Diese Wahrnehmung hält viele Bürgerinnen und Bürger nicht nur von einer Mitfeier ab, sondern ist trotz der großen Vorzüge der Autonomie in die Mentalität und Identität vieler deutsch- und ladinischsprachiger Bürger tief eingelassen. Diese Hypothek eines historischen Last darf nicht leichtfertig ignoriert werden. Keine Frage: Die Selbstverwaltung, die soziale Lage und wirtschaftliche Situation Südtirols sind vergleichsweise vorzüglich und basieren auf der Grundlage der mühsam verhandelten Autonomie, auf der Zähigkeit der österreichischen und Südtiroler Verhandler und auf dem Willen zur Befriedung der römischen Regierung. Die Errungenschaften sind enorm, die Autonomie trag- und ausbaufähig, der genetische Defekt der Annexion aber bleibt und wird auch von einem Grünen wie mir nicht klein geredet. Es fiele vielen Südtirolern leichter, an den Feiern Anteil zu nehmen, wenn dieses Trauma der Teilung Tirols, der gewaltförmigen Annexion von Regierungsseite und offiziellen Staatsvertretern jemals anerkannt worden wäre. Lernen wir vom deutschen Beispiel, auch hier: Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen stuften nicht nur die Ostverträge, sondern der Kniefall von Willy Brandt vor dem Mahnmal im Warschauer Ghetto.

Denn es genügt nicht, Selbstverwaltung und Autonomie rechtlich und real einzuräumen, die Identität einer Minderheit verlangt auch nach symbolischen Akten der Anerkennung. Innerlich gefühlte und bleibende Aussöhnung zwischen Streitparteien findet nur dann statt, wenn die tiefere Einsicht in das Befinden der Gegenseite greift, wenn der Schmerz und die Leidenserfahrung „des Anderen“ nachvollzogen und erlebt wird. Diese Dimension fehlt in der Erfolgsgeschichte der Südtirol-Autonomie, sie ist die pochende Narbe, die weiterhin schmerzt.

7. Gleichgültigkeit und Abneigung bedeuten nicht nur Ablehnung und schwach empfundene Zugehörigkeit zu Italien, sie sind auch Ausdruck von Provinzialismus und Unfähigkeit, über die eigenen Verhältnisse hinaus zu blicken. Die weithin spürbare Gleichgültigkeit richtet sich gegen Südtirol selbst.

Eine der Langzeitfolgen der Zugehörigkeit Südtirols zu Italien und einer südtirolzentrierten Autonomie ist die Fixierung vieler Südtiroler auf sich selbst. „Südtirol zuerst“ ist nicht nur ein Motto der Freiheitlichen, sondern eine generelle Befindlichkeit. Daran knüpft sich die fatale Unfähigkeit, die Verhältnisse und Perspektiven „der Anderen“ einzunehmen. Dies hat LH Durnwalder mit seiner Weigerung, an den heutigen Feiern teil zu nehmen, eindrucksvoll bewiesen. Er hat zwei Aspekte nicht begriffen:

  • Er hat sich der Einsicht verschlossen, dass er nicht nur Repräsentant eines Teils von Südtirol ist, sondern des ganzen Landes und aller Sprachgruppen
  • Er hat Grundregeln elementarer Höflichkeit missachtet: Die Teilnahme an einer Feier bedeutet nicht volle Identifikation, sondern eine Geste des Respekts, die auch in innerer Distanz vollzogen werden kann. Und nicht nur in innerer Distanz: Es wäre denkbar gewesen, zu diesem Anlass auch jene Vorbehalte in gebührender Form zum Ausdruck zu bringen, die viele Südtiroler innerlich von diesem Staat trennen.

Sein stures „Nein“ hat nicht nur viel Porzellan zerbrochen. Es beschert seiner Partei vielleicht politische Kursgewinne, bringt Südtirol aber auch um die Chance, seine Beziehung zu Italien grundlegend zu klären. Die Einheitsfeiern sind kein Treueschwur zur italienischen Nation, wohl aber hätten sie die Chance geboten, die großen Vorzüge der italienischen Einheit und ihre europäische Pionierfunktion ebenso zur Kenntnis zu nehmen, wie ihre großen Schwächen und Nachtseiten. Gleichgültigkeit und Missachtung aber sind schlechte Wegbegleiter, auf beiden Seiten. Wir Südtiroler sind nur aufgrund der Nähe und Zugehörigkeit zu Italien zu dem geworden was sind, im  Guten wie im Schlechten. Unser materieller Wohlstand, unser sprachlicher und kultureller Reichtum rühren zum wesentlichen Teil aus dieser Zugehörigkeit. Diese Anteile zu negieren oder zu ignorieren, bedeutet auch, blind zu sein für sich selbst.

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41 thoughts on “Heimat [Italien]

  1. testo ottimo, lucido.
    und ehrlich
    und nicht der übliche überheblichkeit
    gepaart mit der üblichen italienverachtung
    samt italienhass.

  2. “Die Errungenschaften sind enorm, die Autonomie trag- und ausbaufähig, der genetische Defekt der Annexion aber bleibt und wird auch von einem Grünen wie mir nicht klein geredet. Es fiele vielen Südtirolern leichter, an den Feiern Anteil zu nehmen, wenn dieses Trauma der Teilung Tirols, der gewaltförmigen Annexion von Regierungsseite und offiziellen Staatsvertretern jemals anerkannt worden wäre.”

    Ausgezeichnet! Genau meine Meinung! Südtirol hätte meines Erachtens ohne Probleme mitfeiern können, wenn es ein kritischeres, reflektierteres Fest gewesen wäre.

  3. @ Beppi

    Trovo che il testo di Hans convinca nelle sue parti in quanti “parti” di un “tutto”. Per questo non vorrei mai citarne una sola, di parti, anche se ognuna di esse può risultare entusiasmante per qualcuno a prescindere dal tutto in cui si inscrive.

  4. @ gadilu

    Natürlich kann ich allen Punkten etwas abgewinnen, besonders auch Punkt sieben (hätte Herr Durnwalder sich schließlich gemäßigter, oder am besten gar nicht mitgeteilt [und wäre dann einfach nicht zum Festl hingegangen], dann wäre uns einiger Unfrieden erspart geblieben).

    Mit der herausgehobenen Textstelle wollte ich auch keineswegs diesen “genetischen Defekt” ungebührlich, d.h. übermäßig, in den Vordergrund rücken, sondern vielmehr dem von Herrn Heiss beschriebenen “Bedürfnis” der meisten Südtiroler nach Anerkennung Ausdruck verleihen.
    Gäbe es eine symbolische Aussöhnung zwischen Staat und Land, wenn man so will eine Entschuldigung und ernstgemeinte, ehrliche Aufarbeitung, dann glaube ich, würden auch viele der Italienstereotype und unterschwelligen Ressentiments an Boden verlieren.
    Und wäre diese Haltung schließlich in eine kritische “Nationalfeier” eingebettet gewesen, die die Konstruiertheit einer jeden Nation gebührend berücksichtigt hätte, dann glaube ich hätte Herr Durnwalder schwerlich auf eine Teilnahme verzichten können (hätte er hingegen trotzdem verzichtet, dann hätte dies seiner Person ein schlechtes Zeugnis seiner Höflichkeit ausgestellt).

  5. “wenn es ein kritischeres, reflektierteres Fest gewesen wäre”

    man hätte teilnehmen können und das Reflektieren mitbringen können. Aber Reflektieren ist ja gar nicht eine Tugend unserer Politik.

    Zuerst sollen wir selbst die Qualitäten aufweisen, die wir von den anderen verlangen.
    Der Trachtenumzug in Innsbruck zum AH Jahr war ja auch nicht ein Ausbund der Reflexion, und doch haben italienische Politiker des Landes teilgenommen.

  6. Sono d’accordo. Riesco però a seguire la catena di pensieri che per così dire imbriglia la possibilità di pervenire a un simile atto di “scuse formali”. I punti principali sono due:

    1. Questo atto di scuse viene da molti italiani, anche a livello istituzionale, interpretato come la “concessione” (uso questo termine accentandolo) dell’autonomia da parte dello stato. Insomma: vi abbiamo dato l’autonomia, non vi basta?

    2. L’evolversi dell’autonomia ha creato una situazione che oggi è avvertita come penalizzante il gruppo linguistico italiano.

    Sono convinto che la percezione soggiacente a questi due punti sia difficilmente comprensibile per un sudtirolese. Infatti avremo:

    1. L’autonomia non è stata “concessa” ma conquistata strappandola a uno Stato che non voleva concederla.

    2. Il “disagio” è una leggenda metropolitana.

    Non so se, obiettivamente, riusciremo mai a limare questa differenza percettiva su aspetti così rilevanti. È possibile che essi costituiscano lo zoccolo duro, l’inaggirabile differenza che è immanente alla diversa visione delle cose. Sia come sia, si tratta di una differenza che – finché permane – non può dar vita a un atto unilaterale di scuse. Altrettanto inimmaginabile, credo di poter dire, è un atto complementare a quello delle scuse, vale a dire un atto di “perdono” compiuto dalla società sudtirolese nei confronti dell’Italia.

  7. @ beppi
    ich weiß nicht, ob uns die “Konstruiertheit jeder Nation” wirklich weiterhilft und ob das Problem mit dem Verhalten Durnwalder eines der “Höflichkeit” war. An dem Text von Hans Heiss finde ich viel mehr wichtig, dass er die nationalen Perspektiven, in denen wir nun einmal drinnen stecken, Ernst nimmt. Wir mögen die Nation (die ‘ethnische Gruppe’) für eine soziale Konstruktion halten, ihre Verankerung in unseren Köpfen wird davon nicht weniger.
    Gerade darin läge der Wert einer Art Entschuldigung durch einen Vertreter des Staats: Weil uns ein Staat, der diese Schuld der Vergangenheit nicht anerkennt uns immer fremd bleiben muss. Und aus dem selben Grund ist die Geste von Durnwalder mehr als ein Problem der Höflichkeit – sein Fernbleiben zeugt von einem enormen Desinteresse an dem, was ein Teil der Bevölkerung Südtirols Italien gegenüber empfindet. Es ist ihm einfach keine Überlegung wert.
    Ich selbst war immer ein eifriger Dekonstruierer von Allem, was auch nur nach nationalem/ethnischen Bewusstsein roch. Inzwischen glaube ich immer weniger, dass diese intellektualistische Perspektive zentral für eine Lösung sein kann. Eher ginge es darum, Neugierde zu entwickeln für das, woran “die Anderen” emotional hängen, wofür sie sich begeistern können, was ihr Blick auf die Vergangenheit ist – auch wenn es sich klar um “nationale Verzerrungen” handelt.
    Dh. alles was es möglich macht, miteinander zu reden, ist gut. Respekt, Empathie, die Bereitschaft, die eigene Sichtweise um eine andere Perspektive zu erweitern. Grundlegendes eben. Im Alltag wie in den symbolischen Akten exponierter und respektierter Perönlichkeiten wie Durnwalder oder Napolitano.

  8. hans ist in seinen aussagen klar, ehrlich, ausgewogen. dieser aufsatz ist unter den besten schriften, die ich von ihm gelesen habe; er sollte übersetzt und publiziert werden, um eine größere verbreitung zu finden.
    hans sagt das, was er denkt; nicht das, von dem er denkt, dass es gut ankommt. diese haltung ist um so mehr lobenswert, als sie von einem politiker kommt.
    hans ist durchaus kritisch, attackiert aber nichts und niemanden: das schätze ich am meisten (mir gelingt es hingegen selten kritisch zu sein, aber gleichzeitig nicht polemisch…).

  9. gadilu, perché non lo traduci e non lo pubblichi anche in italiano? ne varrebbe la pena. donkschian

  10. Il Consiglire Heiss ed i commentatori che mi precedono sono molto benevoli nei confronti di “questa” Italia. E come loro, probabilmente o forse sicuramente, molti altri concittadini sudtirolesi di madrelingua tedesca e di madrelingua ladina. Pensando a loro ho creato su “facebook” il gruppo FEDERICO II GRUPPO MERIDIONALI/DUOSICILIANI DELL’ALTO ADIGE […venite a trovarmi…]. Molto dal 1990 in poi è stato detto sull’ ETNOCIDIO di noialtri meridionali ancora in atto. Mentre per i Nativi Americani, gli Aborigeni australiani è stata ristabilita proprio dai colonizzatori la verità storica, per i meridionali italiani si continua con le menzogne istituzionali. Come quelle delle abominevoli “celebrazioni” della cosiddetta unità d’Italia. NO, cari amici dell’ Alto Adige/Sudtirolo! Non è come la raccontano e l’hanno fatta sempre raccontare, ANCHE NELLE SCUOLE DI OGNI ORDINE E GRADO, le autorità istituzionali del decaduto regno sabaudo e dell’attuale repubblica.
    Ecco come invece la vedono i Russi di oggi ( scritto da Giuseppe iannello per RussianEcho.net – Martedì 11 Maggio 2010)
    L’Inghilterra, i Mille e la Russia
    La storia dietro le quinte di uno sbarco trasversale
    Centocinquant’anni fa lo sbarco dei mille in Sicilia che determinerà le sorti dell’Italia. Cosa c’entra la Russia? C’entra in una sorta di guerra asimmetrica (1) che ha come scenario l’Oriente, lontano e vicino, tra l’Impero Britannico, padrone dei mari, e l’Impero Russo, tutto continentale, euroasiatico, sempre più bisognoso di sbocchi sicuri sul mare.Il Regno delle due Sicilie era un fedele alleato dello Zar e rappresentava una potenziale mina (2) vagante nel cuore del Mediterraneo. La guerra di Crimea, promossa con abilità e astuzia da Lord Stratford de Radcliffe, aveva impedito lo scivolamento dell’Impero Turco nella sfera di influenza russa. Ora c’erano da eliminare i Borbone, poco docili ai diktat commerciali di Londra e in possesso di una possente e moderna flotta. Nasce così quella che è stata definita una delle più capillari e pianificate opere di corruzione (a suon di piastre turche – la moneta che contava nelle acque del mare nostrum) di tutti i tempi.
    Che l’operazione dei Mille sia stata attuata sotto l’egida della corona inglese non lo nega più nessuno; gli inglesi non si limitarono ad un al sostegno delle camicie rosse e dei rivoltosi in loco; in qualsiasi momento infatti l’esercito borbonico, costituito da più di cento mila unità, avrebbe potuto schiacciare i “volenterosi” garibaldini. Occorreva ben altro e questo ben altro furono: “soldi a palate” e promesse di nuovi vantaggi e nuovi onori, almeno per molti alti ufficiali. Non ci fu nessuna eroica impresa. Nessuna battaglia di Calatafimi. Ci fu solo il miracolo dell’oro… che trasformò pochi avventurieri, alcuni dei quali sinceramente idealisti, in eroi di quella che fu semplicemente la storia di un’invasione, dell’occupazione e del saccheggio sabuado del Meridione, ispirato e finanziato dal governo di sua maestà inglese.
    Il Regno delle due Sicilie era, nonostante l’immagine negativa tramandataci, lo stato con l’economia più in salute nella penisola, con molti settori all’avanguardia, come quello siderurgico che garantiva piena autonomia alla sua industria pesante; le casse dei Borbone facevano gola e saranno prosciugate per far nascere un’Italia tutta sabauda e con i maggiori centri produttivi spostati nel Nord.
    Ma torniamo alla Russia, i cui interessi nell’Italia Meridionale sono dimostrati anche da 150 milioni di obbligazioni statali russe. C’è un libro, pubblicato alcuni anni fa, che ci introduce nei meandri della diplomazia che precedette e accompagnò lo sbarco di Garibaldi: Le relazioni tra il Regno di Napoli e l’Impero di Russia tra il 1850 e il 1860 nelle carte dell’Archivio dei Borbone di Eldo Di Gregorio (3). Si tratta per la maggior parte di rapporti e lettere che giungono da San Pietroburgo da i reali rappresentanti dei borboni alla corte dell’Imperatore. La Russia ha ben chiaro il ruolo dell’Inghilterra e di Lord Palmerston, “fautore di e promotore di tutte le rivoluzioni che accadano nel Continente” (4), ma non potrà giocare un ruolo attivo in difesa dei Borbone, potrà solo cercare di consigliare Napoli affinché non rimanga intrappolata in giochi che di rivoluzionario hanno solo il vestito.
    La Russia punta ad un accordo tra il Piemonte e il Regno delle Due Sicilie, che avrebbe la forza di spiazzare gli interessi delle altre superpotenze. L’Inghilterra lavora esattamente nell’opposta direzione: allo scontro che porti all’assorbimento del secondo nel primo.
    A sbarco già avvenuto, la Russia non smette di agire diplomaticamente e di manifestare la sua solidarietà al sovrano di Napoli, ma al contempo si mostra stupita della scarsa iniziativa del governo borbonico. Ecco cosa scrive da Pietroburgo il Duca della Regina tra la fine di giugno e l’inizio del luglio del 1860:
    Non debbo celarle che qui si vede con rammarico che il Real governo non profitta delle difficoltà che incontra Garibaldi nell’organizzazione del suo Governo rivoluzionario, che trova opposizione, si nella nobiltà che è antiunionista, che nel Popolo il quale odia la coscrizione militare, e che la generalità della Sicilia non sospira che rivedere messa in vigore la costituzione del 1812; come di non avere ancora, il Real Governo, istituito un centro di governo con Alter ego, in Messina, onde servire di punto di riunione per coloro rimasti fedeli alla Dinastia, siccome lo provano i diversi indirizzi pervenuti da Catania, Siracusa, ed altre città dell’Isola, – e che colui rivestito dell’Alter ego sia un Militare ed uomo di Stato nel tempo medesimo, per servire di contro peso politico al governo rivoluzionario di Palermo, senza lasciar tempo a questo di potersi organizzare ed estendersi. (5)
    La Russia prende in considerazione anche la possibilità di intervenire con le proprie navi, ma lo farebbe solo di comune accordo con la Francia. Ecco cosa disse Napoleone III all’ambasciatore sardo a Parigi: “Le Prince Gortchakoff m’accuse de favoriser la revolution, et declare que jamais la Russie ne sera dans le camp des revoultonannaries; il propose une intervetion maritime en faveur du Roi de Naples, et il annonce formellement que jamais la Russie ne permettra l’annexion de la Sicile au Piemont.” (6)
    La lettere che giungono dalla Russia sottolineano anche l’indecisione politica oltre che militare del sovrano borbonico: “Non si comprende perché il Real Governo avendo in mano la risposta del Conte Cavour, in cui è detto in nome del Re Vittorio Emanuele che Garibaldi usurpa onninamente il nome di S.M. Sarda e che il Governo Piemontese disapprova tutti gli atti di quel condottiero, non l’abbia immediatamente pubblicata nel Giornale Officiale di Napoli e che la tenga tuttavia celata invece di spargerla per le stampe ed accrescere così gli imbarazzi di Garibaldi e compromettere nel tempo medesimo il Governo Sardo” (7)
    Si incita all’azione: “Si desidera dunque vedere il Real Governo agire con più energia, sia nelle operazioni militari, sia nell’azione politica, procurando di riunire i partigiani della Costituzione Siciliana del 1812…” (8)
    Francesco II non mollerà tutto subito, ma la sua resistenza fino all’anno seguente, nelle fortezze di Gaeta, Messina e Civitella del Tronto, saranno azioni eroiche ma tardive. Sarà spazzato via dalla geopolitica risorgimentale. La Russia, che aveva sconfitto Napoleone e che nel passato era giunta in soccorso della monarchia, questa volta aveva potuto solo esercitare verbalmente la sua protesta. Non poteva competere con l’oro britannico. Quello stesso oro che alimenterà la rivoluzione all’interno dei suoi confini e che 57 anni dopo garantirà il rientro di Trockij e Lenin in Russia e decreterà la fine dei Romanov.

  11. Signor Gadilu, lei è l’albanese amico e sòdale di Urzì, oriundo siciliano (il padre era di Caltanisetta).
    Ma io non vito nel “trapassato”! Voglio OGGI (e subito) i miei diritti di cittadino italiano, compreso il diritto di avere la mia cultura e la mia storia.

    Tanto per dare un esempio…

    I PRIMATI del REGNO DELLE DUE SICILIE

    Alla fine di questa ampia panoramica sulla storia politica, civile, culturale e sociale del Mezzogiorno italiano sotto il regno della Real Casa di Borbone delle Due Sicilie (1734-1860), può essere utile riassumere in maniera schematica i principali “primati” che segnarono in maniera profonda la civiltà e la società meridionale nella seconda metà del XVIII secolo e nella prima metà del XIX.
    Dal sintetico quadro, apparirà infatti evidente da un lato come positiva e costruttiva fu l’opera dei sovrani Borbone (e in special maniera, come abbiamo potuto ben vedere, di Carlo, Ferdinando e Ferdinando II), e dall’altro quanto fallace e sovente menzognera sia la “vulgata” risorgimentale sul “borbonismo” in Italia.
    A completamento di tutte le voci precedenti, ci limiteremo ad elencare, uno dopo l’altro, ogni singolo “primato”, almeno i più significativi. Al lettore lasciamo il giudizio in merito .

    INDUSTRIA:

    Nell’Esposizione Internazionale di Parigi del 1856 fu assegnato il Premio per il terzo Paese al mondo come sviluppo industriale (I in Italia);
    Primo ponte sospeso in ferro in Italia (sul Fiume Garigliano);
    Prima ferrovia e prima stazione in Italia (tratto Napoli-Portici);
    Prima illuminazione a gas di città;
    Primo telegrafo elettrico;
    Prima rete di fari con sistema lenticolare;
    La più grande industria metalmeccanica in Italia, quella di Pietrarsa;
    L’arsenale di Napoli aveva il primo bacino di carenaggio in muratura in Italia;
    Primo telegrafo sottomarino dell’Europa continentale.
    Primo esperimento di Illuminazione Elettrica in Italia a Capodimonte;

    Il Ponte sul Garigliano di Luigi Giura
    Acquerello su carta di Fergola

    L’inaugurazione della ferrovia Napoli-Portici (l’arrivo del treno ai Portici)
    Salvatore Fergola

    Le Officine di Pietrarsa, ora museo ferroviario

    Primo Sismografo Elettromagnetico nel mondo costruito da Luigi Palmieri;
    Prima Locomotiva a Vapore costruita in Italia a Pietrarsa;

    ECONOMIA:

    Bonifica della Terra di Lavoro;
    Rendita dello Stato quotata alla Borsa di Parigi al 12%;
    Minor tasso di sconto (5%);
    Primi assegni bancari della storia economica (polizzini sulle Fedi di Credito);
    Prima Cattedra universitaria di Economia (Napoli, A. Genovesi, 1754);
    Prima Borsa Merci e seconda Borsa Valori dell’Europa continentale;
    Maggior numero di società per azioni in Italia;
    Miglior finanza pubblica in Italia; ecco lo schema al 1860 (in milioni di lire-oro) :
    – Regno delle Due Sicilie: 443, 2
    – Lombardia: 8,1
    – Veneto: 12,7
    – Ducato di Modena: 0,4
    – Parma e Piacenza: 1,2
    – Stato Pontificio: 90,6
    – Regno di Sardegna: 27
    – Granducato di Toscana: 84,2

    Profilo del primo battello a vapore costruito a Napoli,
    il “S. Ferdinando” poi “FerdinandoI”, Napoli, Archivio Storico Prima flotta mercantile in Italia (terza nel mondo);
    Prima compagnia di navigazione del Mediterraneo;
    Prima flotta italiana giunta in America e nel Pacifico;
    Prima nave a vapore del Mediterraneo;
    Prima istituzione del sistema pensionistico in Italia (con ritenute del 2% sugli stipendi);
    Minor numero di tasse fra tutti gli Stati italiani.

    La più grande Industria Navale d’Italia per numero di operai (Castellammare di Stabia, 2000 operai);
    La più alta quotazione di rendita dei titoli di Stato (120 alla Borsa di Parigi);
    Rendita dello Stato quotata alla Borsa di Parigi al 12%;
    Minor tasso di sconto (5%);
    Prima Nave da guerra a vapore d’Italia (pirofregata “Ercole”), varata a Castellammare;
    Prima Nave da crociera in Europa (“Francesco I”);
    Primo Piroscafo nel Mediterraneo per l’America (il “Sicilia”, 26 giorni impiegati);
    Prima nave ad elica (“Monarca”) in Italia varata a Castellammare;
    Prima città d’Italia per numero di Tipografie (113 solo a Napoli);
    Primo Stato Italiano in Europa, per produzione di Guanti (700.000 dozzine di paia ogni anno);
    Primo Premio Internazionale per la Produzione di Pasta (Mostra Industriale di Parigi);
    Primo Premio Internazionale per la Lavorazione di Coralli (Mostra Industriale di Parigi);

  12. I PRIMATI…

    GIURISPRUDENZA – ORGANIZZAZIONE MILITARE:

    Promulgazione del primo Codice Marittimo italiano;
    Primo codice militare;
    Istituzione della motivazione delle sentenze (G. Filangieri, 1774);
    Istituzione dei Collegi Militari (Nunziatella);
    Corpo dei Pompieri.

    Cerimonia dell’inaugurazione del Bacino di Raddobbo nel porto militare di Napoli (15-8-1852), olio su tela. seconda metà del secolo XIX, Napoli Comando in Capo del Dipartimento Militare Marittimo del Basso Tirreno
    S. Fergola

    Prima applicazione dei principi della Scuola Positiva Penale per il recupero dei malviventi;

    SOCIETÀ, SCIENZA E CULTURA:

    Prima assegnazione di “Case Popolari” in Italia (San Leucio presso Caserta);
    Primo Cimitero italiano per poveri (il “Cimitero delle 366 fosse”, nei pressi di Poggioreale);
    Primo Piano Regolatore in Italia, per la Città di Napoli;
    Cattedra di Psichiatria;
    Cattedra di Ostetricia e osservazioni chirurgiche;
    Gabinetto di Fisica del Re;
    Osservatorio sismologico vesuviano (primo nel mondo), con annessa stazione metereologica;
    Officina dei Papiri di Ercolano;
    La più alta percentuale di medici per abitante in Italia;
    Più basso tasso di mortalità infantile in Italia;
    Prime agenzie turistiche italiane;
    Scavi archeologici di Pompei ed Ercolano;
    Prima cattedra di Astronomia;
    Accademia di Architettura. una delle prime e più prestigiose in Europa;
    Primo intervento in Italia di Profilassi Anti-tubercolare;
    Primo istituzione di assistenza sanitaria gratuita (San Leucio);
    Prime agenzie turistiche italiane;
    Scavi archeologici di Pompei ed Ercolano;
    Primo Atlante Marittimo nel mondo (G. Antonio Rizzi Zannoni,
    “Atlante Marittimo delle Due Sicilie”);
    Primo Museo Mineralogico del mondo;
    Primo “Orto Botanico” in Italia a Napoli;
    Primo Osservatorio Astronomico in Italia a Capodimonte;
    Primo Centro Sismologico in Italia presso il Vesuvio;
    Primo Periodico Psichiatrico italiano pubblicato presso il Reale Morotrofio di Aversa da Biagio Miraglio;
    Primo tra gli Stati Italiani per numero di Orfanatrofi, Ospizi, Collegi, Conservatori e strutture di Assistenza;
    Primo istituto italiano per sordomuti;
    Prima Scuola di Ballo in Italia, annessa al San Carlo;
    Prima Città d’Italia per numero di Teatri (Napoli);
    Prima Città d’Italia per numero di Conservatori Musicali (Napoli);
    Prima Città d’Italia per numero di pubblicazioni di Giornali e Riviste (Napoli);

    Il teatro S. Carlo
    ricostruito dopo l’incendio del 1816 Scuola pittorica di Posillipo (da cui uscì, fra gli altri, G. Gigante);
    Le celeberrime fabbriche di ceramica e porcellana, fra cui quella di Capodimonte;
    Teatro S. Carlo (il primo nel mondo), ricostruito dopo un incendio in soli 270 giorni;
    Scuola musicale napoletana (Paisiello, Cimarosa, Scarlatti);
    Successo mondiale (e tutt’oggi valido) della canzone napoletana;
    I palazzi reali.

    Questi sono solo i “primati”, non certo tutte le attività avviate nel Regno e i progressi raggiunti in ogni campo, che abbiamo per altro già delineato in tutte le voci precedenti basti pensare, come già visto, alla scuola di arazzeria).
    Riteniamo superfluo, per concludere, fare polemiche. Ci basta sottolineare tre verità storiche tanto ovvie quanto inoppugnabili: alla luce di tutto quanto descritto in questo sito,
    Primo Telegrafo Elettrico,
    in funzione dal 1852

    Pianta e Prospetto Principale della Stazione di Napoli
    1) si può ancora continuare a credere alla “vulgata” risorgimentale che presenta il Regno borbonico come il più regredito e odiato d’Italia?
    2) Come si può spiegare il fatto che prima del 1861 non esisteva praticamente il fenomeno dell’emigrazione, e che dopo tale data sono emigrati quasi 20.000.000 di disperati?
    3) Tutto questo costituisce una spiegazione al tragico quanto eroico fenomeno della rivolta filoborbonica del 1860-1865?
    Appare evidente, oggi come non mai, la necessità di ripresentare agli italiani la loro storia secondo criteri di maggiore imparzialità.
    Non per spirito di sterile polemica, ma ad onore e servizio della verità storica.
    A servizio della memoria della identità culturale e civile di tutti gli italiani.

  13. Che pazienza mi ci vuole. Signor Santamaria, non se n’abbia a male, ma io non ho mai letto, né leggerò mai nulla di quello che lei scrive (qui e altrove). La salto sempre “a pie’ pari”. Solo per cortesia le rispondo qui e ora (e per l’ultima volta) come rispondo generalmente ai Testimoni di Geova (ai quali un po’ credo lei assomigli): molte grazie, non m’interessa. Stia bene.

  14. @ Gatto

    No, il blog di Cettina è sempre aperto. E anzi continuano ad occuparsi di noi, augurandosi che un satellite ci cada sulla testa.

  15. Oh, no, che cattivoni. Io invece sono pieno d’amore per tutti: e allora sentiamoci un po’ questa.

    A me il signor Santamaria sta simpaticissimo, anche se purtroppo non sono davvero in grado di leggere tutto quello che scrive. Insomma, è un tipo un po’ situzionista, fa pure lui i fotomontaggi, è pieno di invenzioni linguistiche. Insomma, è un po’ come se tu fossi l’allenatore di una squadra e avessi soffiato agli avversari un fuoriclasse.
    Viva Salvatore! Qualunque cosa scriva e abbia scritto qui sopra.

  16. Non so. A me dispiacerebbe invece che ai quattro o cinque frequentatori del salottino nazional-cretino venisse a mancare un così esemplificativo rappresentante. Spero che si aggiusti tutto in fretta e che il nostro simpatico Santamaria possa tornare di là a dare tutto il suo inestimabile contributo.

  17. AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH AH!!!!!! che meraviglia… ma cosa mai sta succedendo?!?!

  18. OK, Gadilu! Resti pure nel neofascismo insieme con Urzì, la Biancofiore in dirndl, Seppi e tutti i neocolonialisti post-savojani di Bolzano/Bozen!!

  19. Totò, non ci siamo capiti. Non mi giudichi affrettatamente. Il mio politico di riferimento è Peppino di Capri.

  20. E va buono… Anche a me piace Peppino di Capri. Specialmente quello del twist… che ho ballato, ostrega se l’ho ballato! Un po’ di annetti fa…

  21. La prego, signor Santamaria: diamoci un appuntamento per ballare il twist assieme. Ho già lucidato le scarpette e pronta la brillantina Linetti. La prego, accetti il mio invito. Per riconoscenza, le canterò “Champaaaaaagne, per brindare a un incontroooooo” tutta la sera, versandole fiumi della suddetta bevanda frizzantina. La prego, non dica no al mio cortese invito. Sono un suo fan da sempre.

  22. Inizi decennio ’60 dello scorso… secolo e… dello scorso MILLENNIO: ballavo il twist con una “ragassuola” di Bulogn’ Borgo Panigale… Adesso a 70 anni e passa chi lo sa com’è diventata!
    Adesso faccio Kung Fu… Ti va bene un po’ di “scherma” di Bruce Lee

  23. Prendiamola in ridere..è molto meglio…..ma un italiano che conosca l’Italia sa che la ricreazione è finita e che dobbiamo tornare al nostro posto, che non è certo in Europa….a questo ci ha condotto una dirigenza politica / culturale sudista unita a un qualunquismo accondiscendente leghista-nordista.
    Abbiamo contestualizzato l’imbecillità…siamo campioni dei fessi !!

  24. Ricominciamo col Kung Fu… “Kung Fu” = strenuo allenamento, attento lavoro, ecc. Diceva il M. Lazzarini: “Tutto può essere Kung Fu: il lavoro, lo studio, un’attività sportiva, un’arte marziale… Basta applicarsi bene…evitando di fare tanto per far vedere che si fa… Se è Kun Fu i risultati non potranno mancare!”

  25. To Totò, wirr-warr en rondeau

    Totò che fa il kung fu
    ci fu chi lo sfidò;
    ma s’imborbonizzò
    fuggendo da Cantù.

    Oh, Tòto le Moko,
    Mafarka futuriste:
    disons, enfants, le reste,
    lisons enfin Foucault.

    Thou, old guy, you fool, Totò!
    Oh, yeah, let’s twist and shout:
    but now I close my mouth
    and meet Brigitte Bardot.

  26. Ma non è che il sig. Santamaria davvero davvero è stato scacciato dal blog mafaldino-bolzanino e ora cerca asilo qui? 🙂

  27. Maestro, son già qui in kimono che faccio tutte le mosse davanti allo specchio.
    Vorrei però conoscere l’autore della musica: vado al negozio e compro il disco.
    Arigatò.

  28. Questa musica la mettevano durante le lezioni di Tai Chi presso la scuola del M/o Lazzarini, dove ho imparato il Tai Chi. E proprio “le 24 forme” (quelle della cinesina in tenuta rosa). Il problema è che il M/o Lazzarini (un vero “maestro” iscritto negli albi delle federazioni italiane di Arti Marziali cinesi) ha lasciato Bolzano per aprire una grande scuola non so in quale città delle Marche. Qui a Bolzano il “dojo” di via Glorenza è a disposizione di due o tre suoi allievi che tengono corsi in vari giorni della settimana: è aperto sotanto quando c’è dentro gente che “fa pratica”. Per il resto tutto funziona con tre numeri di telefonini.
    Comunque il “pezzo” è una delle più classiche musiche da Tai Chi. Se scopro com’è intitolato, chi l’ha composto e dove si trova ve lo comunico tramite questo blog.
    Mi sono scaricato il filmato su un DVD che userò con un lettore portatile per delle “auto-lezioni”, al fine di ridiventarne padrone e riprendere a fare “le 24, stile Yang”. E’ da tre o quattro anni che faccio soltanto le “108, stile Chen del M/o Xu Xin (che sta a Padova, ma ha scuole di arti marziali oltre che a Padova anche a Vicenza ed a Venezia)
    “Arigatò” è giapponese. Il saluto cinese neutro, civile, amichevole più diffuso è il

    NI HAO 你好, che a causa dell’estrema labilità semantica del cinese significa molte cose: cominciando dal nostro “ciao”.

    Un saluto rituale, da “marzialisti”, da “dojo”, da tempio è “Jing Li” 敬禮 che viene pronunciato mentre le mani con un gesto di discreta ampiezza s’incontrano in un Yin e Yang. La mano sinistra (dalla parte del cuore) fa una coppetta non molto incavata ed si pone in Yin per accogliere la mano destra chiusa a pugno (Yang). Gesto da fare all’altezza della gola o del mento. E’ esso stesso UN VERO E PROPRIO RITO

  29. ma pensa te: a livorno invece il saluto NI HAO (con le sue varianti ‘ni hao ‘n testa’ e ‘ni hao sull’uscio’) è usato per scopi tutt’altro che civili e amichevoli.

  30. Maddài, Gabriele: potresti re-intitolare questo post “Diventa anche tu una Cettina”. Tu scrivi su qualcosa, qualsiasi cosa; chiunque viene qui e mette link, commenti, etc. su qualcos’altro che non c’entra una mazza.
    Ad esempio, adesso potrei scrivere che mi ricordo benissimo di quando Bruce Lee veniva da noi in palestra e ci chiedeva consigli sulle mosse migliori. O magari invece mettere il link a una ricetta olandese. O piuttosto lanciarmi in una invettiva contro i vigili che fanno troppe multe.
    Dai, Gabriele: guarda il lato piacevole della situazione. E, soprattutto, attendi istruzioni da Roma…

  31. Altro primato borbonico: analfabetismo al 90%.
    A servizio della memoria culturale di tutti gli italiani e financo degli stranieri.

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